Sloganblock

Neuigkeiten

Unsere Jugendbildungsreise nach Auschwitz

Am 20. Oktober 2019, in Allgemein, von Monica
0

Wir trafen uns am Sonntag um 17:30 Uhr am Cinemaxx, Bremen in einer buntgemischten, sich in weiten Teilen völlig einander unbekannten Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 14 und 26 Jahren. Wir fuhren mit einem Reisebus, welcher von zwei Busfahrern gefahren wurde. Insgesamt waren wir 19 Teilnehmer*innen. Wir kamen Montag morgens um 7:30 in der Nähe von Oświeçim („O-Schwänchen“) an einem McDonalds an. Wir frühstückten dort und kamen an der Herberge an. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten spielten wir ein paar Namensspiele und sollten uns einen Gegenstand aussuchen, welche Lars in der Mitte ausbreitete. Diese waren sehr verschieden, unter anderem waren zwei Kaleidoskope, ein Kompass, eine Lutherbibel, ein Schloss, ein Messer und ein Radiergummi dabei. Nachdem wir uns kennengelernt hatten, wurde uns ein Einblick in die Geschichte und die Arbeitsweise der internationalen Jugendbegegnungsstätte Auschwitz gegeben. Die Stiftung existiert seit 1994, diese wurde von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Berlin und der Stadtgemeinde Oświecim unterstützt, um die Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz für internationale Gruppen darzustellen.

Am späten Nachmittag machten wir uns auf nach Oświeçim. Wir gingen an einem alten Haus vorbei auf einen Hügel, und überquerten eine Brücke über den Sola Fluss. Auf der anderen Uferseite fanden wir bereits die Altstadt von Oświeçim vor. Wir gingen auf die Burg und uns wurde etwas über die Geschichte erzählt: Im späten 13. Jahrhundert wurde die Stadt erstmalig urkundlich erwähnt, und 1348 dem Heiligen Römischen Reich eingegliedert. 1655 kamen schwedische Truppen und zerstörten die Stadt. Wir gingen am Sola Ufer entlang bis wir an eine Franziskaner Kirche kamen, welches ebenfalls auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. Von dort aus gingen wir auf den Marktplatz, auf welchem Kunstwerke zur Shoah stehen und welche für Toleranz und Frieden werben. Im Anschluss besuchten wir eine jüdische Synagoge, dessen Interieur im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde. Ein FSJler erklärte uns ausführlich die Bräuche im Judentum und erzählte uns etwas zur Geschichte der Synagoge und dem jüdischen Leben in Oscwieçim. Wir schauten uns noch etwas im Museumsteil an und gingen in Kleingruppen langsam zurück in die Herberge um Abendbrot zu essen. Wir besprachen den Tag, und man war sich einig, dass die Gruppe sehr entspannt und umgänglich ist, obwohl sich kaum jemand kannte. Die meisten waren um kurz nach 20 Uhr im Bett, da viele die vorherige Nacht aufgrund der Busfahrt kaum oder garnicht geschlafen haben.

Am Dienstag haben wir das KL Auschwitz I (Stammlager) in Form einer 4-stündigen Führung besichtigt. Unser Guide hat uns unter anderem durch eine Ausstellung geführt, in der Sachen ausgestellt waren, die die ehemaligen Häftlinge mit nach Auschwitz gebracht hatten und die ihnen von der SS weggenommen wurden. Darunter waren unter anderem Koffer, Schuhe, Bürsten und Kämme, aber auch Brillen und ihre Kleidung. Besonders hat uns aber getroffen, dass unter den Schuhen auch viele Kinderschuhe waren.

Außerdem haben wir uns eine Ausstellung angesehen, in der es um die Ankunft der Menschen in Auschwitz und um die angeblichen Haftgründe ging. In den meisten Fällen war dies einfach nur ihre Religion.

Zwischen den Blöcken 10 (in dem medizinische Versuche an den Häftlingen durchgeführt wurden) und 11 (das Lagergefängnis) gab es einen Innenhof. An einer der Mauern stand eine schwarze Wand aus Holz, davor wurden viele Kerzen und Kränze niedergelegt. Dies war die sogenannte Todeswand, an der Hinrichtungen in Form von Erschießungen stattfanden.

Danach sahen wir uns die Ausstellung Shoah an, die sich mit dem Jüdischen Leben vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg beschäftigt. Am Ende dieser Ausstellung befand sich ein Raum, in dessen Mitte sich ein großes Buch befand. In diesem Buch standen etwa 4 Millionen Namen von Juden, die im zweiten Weltkrieg von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Dieses Buch hat uns besonders erschüttert, da es uns eine Vorstellung von dieser großen Zahl gegeben hat.

Anschließend haben wir uns die Gaskammer und das Krematorium 1 angesehen, ein Gebäude, das ab 1944 nicht mehr als Krematorium genutzt wurde, sondern als Luftschutzbunker für die SS.

Nach der Führung ging es für uns wieder zurück in die Jugendbegegnungsstätte zum Mittagessen.

Nachmittags gingen einige von uns nochmal zurück zum KL Auschwitz I, um manche Dinge nachzuarbeiten und sich Dinge anzusehen, die wir während der Führung noch nicht genau oder garnicht gesehen hatten.

Abends trafen wir uns nochmal als Gruppe, redeten über den Tag und besprachen, was am nächsten Tag passieren würde.

Am Mittwoch hatten wir eine ebenfalls 4-stündige Führung durch das KL Auschwitz II, Auschwitz-Birkenau. Hier gingen wir zuerst auf den Wachturm am Eingang. Von dort wurde die Größe des Geländes (140 ha) deutlich und unser Guide erzählte uns etwas zur Aufteilung des Lagers und die Selektionen, bei denen eine Handbewegung der SS über Leben und Tod eines Gefangenen entschied. Wir sahen uns die Holzbaracken im Bauabschnitt BII an, in denen teilweise bis zu 800 Gefangene untergebracht waren, und die gemauerten Baracken im Bauabschnitt BI. Die „Betten“ waren ursprünglich für 15 Personen gedacht, teilweise mussten sich aber auch 30-40 Menschen so ein „Bett“ teilen.

Auf der Rampe, dem Ort, an dem die Selektionen stattfanden, stand ein Wagon, der den Wagons, mit denen die Häftlinge nach Auschwitz transportiert wurden, sehr ähnlich war. Anschließend liefen wir zum Mahnmal und zur Ruine von einem der Krematorien, das während einem Aufstand der Häftlinge des Sonderkommandos (diejenigen Häftlinge, die in den Krematorien arbeiten mussten) gesprengt wurde.

Dann sahen wir uns die Sauna an, das Gebäude, in dem die Häftlinge nach ihrer Ankunft ihre persönlichen Gegenstände abgeben mussten, in dem ihre Haare abrasiert wurden, in dem sie desinfiziert wurden und in dem sie die gestreifte Häftlingskleidung bekamen. Anschließend sind wir wieder zurück zum Eingangstor gelaufen, wo einige von uns noch in den zugehörigen Buchladen gegangen sind.

Nach dem Mittagessen in der Begegnungsstätte hatten wir etwas Freizeit, bis wir an einem Zeitzeugengespräch mit Anna Szałaśna teilnehmen durften. Sie kam mit 13 Jahren nach Auschwitz und bekam aufgrund einer Amputation die sog. Schonungskarte, wegen der sie nicht mehr an Apellen teilnehmen musste. Sie erzählte uns ihre Geschichte, anschließend wurden noch ein oder zwei Fragen gestellt.

An diesem Abend trafen wir uns nochmal als Gruppe und sprachen über den Tag.

Am Donnerstag fuhren wir nach Krakau. Wir machten eine umfangreiche Stadtführung und erkundeten danach für den restlichen Tag die Stadt. Unterm Strich ist Krakau eine schöne, abwechslungsreiche Großstadt.

Vorletzter Tag

Am Freitag besuchten wir nach dem Frühstück eine Kunstausstellung vom ehemaligen Häftlingen und Überlebenden und anschließend die Länderausstellungen. Nach dem Mittagessen besuchten wir Auschwitz-III-Monowitz. Auf dem Gelände ist heutzutage eine große Fabrik. Dort waren jedoch auch noch alte Schornsteine aus der Zeit zu sehen, sowie Gedenktafeln für die Opfer von Auschwitz. Danach kauften wir für die Rückfahrt ein und abends saßen wir ein letztes Mal beieinander und zogen ein Resümee. Die Allgemeinheit war sehr zufrieden mit der Fahrt, den Führungen und der Herberge. Auch der Anschlag auf die jüdische Synagoge in Halle beschäftigte uns in jenen Tagen- wir waren nun am Ort des größten anti-semitischen Verbrechens gewesen und dennoch gibt es 75 Jahre später immer noch Hass auf Menschen, nur weil diese eine andere Religion oder Herkunft haben…

Wir waren uns einig, dass es sehr wichtig war in der Gedenkstätte Auschwitz gewesen zu sein und, dass sich so etwas nie wieder wiederholen darf. Zum Abschluss hörten wir das Lied „Es ist an der Zeit“ von Hannes Wader, welches die deutsche Version von „No man’s land“ ist, einer Friedenshymne aus den 1970ern.

Am Samstag fuhren wir zurück nach Bremen, doch diese Fahrt, die Gruppe, die Menschen, die wir trafen und unsere Gedanken zum Völkermord werden uns noch lange im Alltag begleiten…

(Autor*innen: Lisa-Marie Guntenhöner und Henner Jung)

 

Kandidaten für Regionalvorstand gesucht

Am 4. Oktober 2019, in Allgemein, von Monica
0
Wir suchen dich! Am Mittwoch, 6. November findet unsere diesjährige Regionalversammlung (Mitgliederversammlung) statt und somit die Wahl zum neuen BDKJ Regionalvorstand. Hierfür suchen wir Kandidat*innen. Zu den Aufgaben eines Regionalvorstands gehören unter anderem:

→Vertretung in der Öffentlichkeit
→Planung, Vorbereitung und Leitung von gemeinsamen Aktionen des Regionalverbandes
→Zusammenarbeit mit den Mitgliedsverbänden und Jugendorganisationen
→Vertretungsaufgaben in verschiedenen Gremien
→Mitwirkung in der (kirchlichen) Kinder- und Jugendarbeit
→Leitung der Regionalstelle (Fachaufsicht)

Dies ist eine tolle Möglichkeit sich auszuprobieren, Leitungsaufgaben wahrzunehmen und neue Erfahrungen zu sammeln. Du hast Interesse? Dann melde dich bei unserer Referentin Monica Merkel unter m.merkel[at]bdkj-bremen.de oder telefonisch unter 0152 56452182.
 

Sommerspaß für alle 12 bis 15-Jährigen

Am 7. Juni 2019, in Allgemein, von Praktikantin
0

Anmeldung 12 bis 15-jährigeHomepage

Dieses Jahr bietet wir auch ein zweites Sommerferienprogramm an.

Vom 08. Juli bis zum 12. Juli findet unser Ferienprogramm für 12 bis 15-Jährige statt. Dabei stehen die Wünsche der Teilnehmer*innen im Vordergrund. Gemeinsam wird an einem Kennlerntreffen (am 25.06. um 17:00 Uhr) entschieden: Was wollen wir machen?

Sei dabei und entscheide mit !

Kosten: 5,00 € für Mittagessen und Eintritte. Anmeldeschluss: 23.06.2019.

Die Anmeldungen erhälst du hier:Anmeldung Sommerferienprogramm 12 bis 15-jährige

oder beim BDKJ-Büro (Hohe Str. 7, 28195 Bremen, Email: info[at]bdkj-bremen.de, Telefon: 0421 326584)

 

Tag 2 der 72 Stunden Aktion

Am 25. Mai 2019, in Allgemein, von Monica
0

Tag 2 der 72 Stunden Aktion ist beendet und wir sind tatsächlich schon fertig!

Mit tatkräftiger Unterstützung wurden heute die letzten Vogelhäuser gebaut und aufgehängt, das Saatgut wurde verteilt, das Insektenhotel wurde fertiggestellt und letztendlich auch das Schild aufgestellt. Vielen Dank für den Besuch vom BDKJ Osnabrück, die uns u.A. auch Gummibärchen mitgebracht haben und an die DPSG Hildesheim die sich richtig Mühe gegeben und uns alkoholfreie Cocktails gemacht haben. Natürlich auch danke an Sita, unseren Pfadfinder-Hund. Nun freuen wir uns auf den morgigen Abschluss bei einem gemeinsamen Frühstück. Schon mal ein herzliches Dankeschön an alle die mitgemacht und mitgeholfen haben dass wir so schnell fertig sein konnten!

 

Tag 1 der 72 Stunden Aktion

Am 24. Mai 2019, in Allgemein, von Monica
0

DSC00794

DSC00804

DSC00806

DSC00813

Tag 1 der 72 Stunden Aktion ist vorüber und es wurden erste Ergebnisse erzielt. Wir haben schon zwei Vogelhäuser gebaut, die Fläche ist fertig für die Aussaat und das Insektenhotel nimmt auch langsam Form an. Es war bereits ein Fotograf vom Stadtteilkurier da, aber wir freuen uns natürlich auf den morgigen Besuch von Vorstandsmitgliedern des BDKJ Osnabrück sowie Vertretern der Diöszese Hildesheim, was für die teilnehmenden Pfadfinder von der DPSG von großer Bedeutung ist. Herzlich bedanken möchten wir uns beim Catering des Bremer St. Joseph-Stift die uns das Mittagessen spendiert haben, genauso wie bei allen die Kuchen oder andere Kleinigkeiten vorbeigebracht haben. Wenn morgen alles glatt läuft werden wir sogar vor Ablauf der 72 Stunden fertig. Daumen drücken!